IVORY TOWER

IVORY TOWERIV
CD | 28.10.2011 | 4260230931215
DOTT 201121

 
 
 
 
 
 
Das Viertes Album der Kieler Prog-Metal-Band, die ab 1998 mit ihrem selbstbetiteltem Debütalbum und dem Nachfolger Beyond The Stars aus dem Jahr 2000 neue Maßstäbe in Sachen Prog.-Rock und Prog.-Metal für deutsche Bands setzte. Ihre zahlreichen Tourneen und die Supports von Bands wie MOTÖRHEAD, DORO, FATES WARNING, CANDLEMASS u.a. führten die vier Progger bis nach Südamerika, wo sie eine große Fangemeinde haben.
„IV“ ist nicht mehr so proggig wie die beiden Erstlingswerke, die ja auch schon mehr als 11 bzw. 13 Jahre zurück liegen. Damit dürften sich die Vergleiche mit den fast schon übermächtigen DREAM THEATER endgültig erledigt haben. Gut so für die vier Kieler. Das macht sie freier, musikalisch ungebundener und ungezwungener. IVORY TOWER kommen auf “IV” dunkler, härter, kompromißloser daher – mehr Heavy Metal als Progressive Metal also. Alles ist komplexer, auf großartige Frickeleien wird grundlegend verzichtet. Die Songstrukturen sind kompakter, die ausufernden 12-Minuten-Epen gehören bei IT der Vergangenheit an. Die Jungs kommen schneller auf den Punkt, wobei die Melodien noch immer groß sind und sich in den Gehörgängen festsetzen. Hartes Riffing wechselt sich ab mit getragenen Passagen, das paßt und ist wohl durchdacht auch wenn einiges im Gegensatz zu den Vorgängern schon reichlich Hardcore-mäßig daher kommt. “Wailing Wall” ist das Überhammerstück der Scheibe, knappe 7 Minuten voller Wucht und voller musikalischer Wendungen, “Loss” dagegen ein getragener Titel wie ich ihn in dieser Form von den den norddeutschen Metallern bisher noch nicht gehört habe. Für viele vielleicht ein Manko: das Album entfaltet sich für den Hörer nicht gleich beim ersten Durchgang. Man muss dem Silberling eine zweite und dritte Chance einräumen, um die gesamte Vielfalt in sich aufzunehmen. Danach wird dieses Ding aber zu einer Droge und macht süchtig!